Feilen, Bohren, Löten, Sägen, Schleifen – Fachtechnische Ausbildung für Jugendbetreuer im Bereich Holz- und Metallbearbeitung

Die Fachtechnische Ausbildung für Jugendbetreuer genießt in der THW-Jugend Mittelfranken einen überragenden Stellenwert. Jüngst fand das kombinierte Ausbildungswochenende „Metall- und Holzbearbeitung“ auf der Burg Hoheneck statt.

Das Ausbildungsmodul schließt damit einen weiteren Bogen zum fachlichen Kompetenzerwerb der mittelfränkischen Jugendbetreuer.

Nur selten haben Jugendbetreuer die Möglichkeit Fachlehrgänge an den THW-Bundesschule zu

besuchen. Da die Ausbildung der Junghelfer aber nicht nur ein rein pädagogischer Akt ist,

sondern die Junghelfer vor allem den Umgang mit den Geräten des THW erlernen wollen, ist eine fachliche Ausbildung der Jugendbetreuer unbedingt erforderlich.

Seit einigen Jahren gibt es in Bayern und Mittelfranken die Ausbildungsreihe „Fachtechnische Ausbildung für Jugendbetreuer“, kurz FTA.

Hier wird den teilnehmenden Jugendbetreuer eine umfangreiche

Ideensammlung an die Hand gegeben, wie der Jugenddienst noch interessanter gestaltet

werden kann.

Das Seminar beschäftigte sich mit den Themen Metall- und Holzbearbeitung, welche kombiniert wurden.

Die Referenten, allesamt THWler aus der eigenen Jugendarbeit der THW-Jugend, die auch

beruflich Qualifikationen mitbrachten, gaben den Teilnehmern einen Überblick über die zu verarbeitenden Werkstoffe und die dazu benötigten Werkzeuge.

 

Die Praxis machts!

 

Wenig Schlaf – viel Ideen. Das ist ein Teil der Theorie hinter den FTA. Die Module zeichnen

sich durch den 90% Praxisbezug aus, so auch beim diesem Modul. Insgesamt erschufen die

Jugendbetreuer an dem Wochenende auf der Burg Hoheneck (Mittelfranken) fünf Werkstücke: Zimmerspringbrunnen, Stein-Ziervogel, umbaubare Holzsitzbank/ Garnitur, beleuchtetes THW-Zahnrad und das Spiel „Heißer Draht“.

 

Fünf neue Ideen für ihren Jugenddienst und vor allem neue, fachliche Kompetenzen im Umgang mit Metall- und Holzbearbeitungswerkzeugen.

Das erste FTA-Modul, mit dem Titel „Grundlagen der Rettung von Personen“ ging 2009 an den Start. Mittlerweile sind acht Module daraus geworden und jedes Seminarwochenende ist stark nachgefragt. Aufgrund des Lerneffekts ist die Teilnahme bei diversen Veranstaltungen begrenzt, doch die Verlagerung der Seminare auf Bezirksebene behebt dieses Problem.

Die Ausbildungen werden an Jugendbildungsstätten mit viel Platz und guten Räumlichkeiten durchgeführt, so wie die Burg Hoheneck in Mittelfranken. Die rege Teilnahme zeigt, dass die FTA-Reihe genau die Bedürfnisse der Jugendbetreuer deckt.